Die Anmeldung zur Mitarbeit wird Anfang Juni 2020 freigeschaltet.

 

Betriebsberater*in, nicht Chef*in
Zunächst lässt sich die Rolle der Mitarbeiter*innen bei Simsalon als "Betriebsberater*innen" umschreiben. Die Mitarbeiter*innen sollen die Kinder zwar unterstützen und fachlich beraten, ansonsten aber dafür sorgen, dass die Betriebe zunehmend selbständig von den Kindern geführt werden. Unabhängig vom Spielverhalten der Kinder ist es dennoch notwendig, dass innerhalb der Betriebe durch die erwachsenen Mitarbeiter*innen ein Mindestmaß an Kontinuität und Verlässlichkeit gewährleistet wird und dass die Betriebe möglichst gut miteinander vernetzt werden.
D.h., die erwachsenen Mitarbeiter*innen müssen dafür sorgen, dass die Betriebe sich gegenseitig Aufträge vergeben.

Zurücknahme der eigenen Person
In dem Maße, wie die Kinder in der Lage sind, eigenverantwortlich in der Spielstadt tätig zu werden, sollen sich die Erwachsenen zurücknehmen. Zurücknehmen heißt nicht, aufhören aktiv zu sein. Vielmehr bedeutet es, sich des eigenen Macht- und Wissensvorsprungs bewusst zu werden und diesen nicht auszunutzen. Außerdem bedarf es dafür des Bewusstseins, dass die Kinderspielstadt für Kinder veranstaltet wird und dementsprechend diese die
wichtigsten und attraktivsten Rollen übernehmen sollen.

Berater*in
Fast selbstverständlich ist, dass alle Mitarbeiter*innen die Aufgabe haben, den Kindern Anregung zu geben und ihnen ihr Wissen und Know-how so gut wie möglich weiterzugeben. Dies bezieht sich sowohl auf die konkreten Tätigkeiten in den Arbeitsangeboten, als auch auf das Wissen um das gesamte Spielgeschehen.

 

Kolleg*in und Mitbürger*in
Parallel zu ihrer Funktion als Betriebsberater*innen sollen die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter*innen Kolleg*innen und Mitbürger*innen der Kinder sein. Für sie gelten die gleichen Spielregeln, sie nehmen gleichermaßen am Stadtleben teil und sie sollen lediglich in Bezug auf das Spielsystem, hinsichtlich der Aufsichtspflicht und zum Schutz anderer Kinder die Rolle von "Erwachsenen" einnehmen. Allerdings sind auch die Bürgerrechte der Mitarbeiter*innen etwas eingeschränkt, da sie kein Wahlrecht haben und keinen Simsa-Stundenlohn erhalten, sondern einen Simsa-Tagessatz.

Partner*in
Notwendig für die Realisierung der oben aufgezählten Kriterien ist ein partnerschaftlicher Umgang mit den Kindern. Die Kinder wollen ernst genommen werden, sie brauchen das Vertrauen der Mitarbeiter*innen in ihre Fähigkeiten, um in
der Stadt aktiv werden zu können - auch und gerade wenn die Erwachsenen befürchten, dass ein Kind sich selbst überschätzen könnte. Dann ist es nicht Aufgabe der Mitarbeiter*innen, die Kinder an der Ausübung einer Tätigkeit zu hindern, sondern ihnen dabei Hilfestellung zu geben